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Ich heisse Alexa bin 24 Jahre alt bzw. jung und habe ein Problem mit Alkohol.

Ich kann garnicht mehr sagen wann das genau anfing, dass ich dachte, es könnte mir helfen mich einfach zuzuschütten. Mit ca. 14/15 hatte ich denke ich mal schon das Gefühl dass es mir dadurch viel besser gehen könnte und das war dann auch immer so. Das einzige Problem daran war, dass ich nicht so leicht an was kam, also habe ich mir Ausreden einfallen lassen und meine Mutter kaufte dann mal etwas für mich. war aber nu rmal eine kleine Flasche Sekt oder sowas in der Art. Die Leute aus meiner Klasse erzählten immer wie leicht sie doch an Alk kommen würden, aber obwohl es dann sicherlich leichter gewesen wäre an was zu kommen, wollte ich mit ihnen nichts zu tun haben. Es gab dann wieder eine Zeit in der ich dachte, dass ich das nicht brauche und hatte auch keine Lust was zu trinken.

Dann allerdings wurde diese Lust durch ein schlimmes Erlebnis wieder stärker, aber ich hatte einen sehr guten Freund sozusagen mein bester der mir geholfen hat mich nicht wieder dem Alkohol hinzugeben. Er war immer für mich da wenn ich ihn brauchte und fühlte mich in seiner Gegenwart immer richtig wohl. Als er dann aufgrund eines Unfalls gestorben ist, fühlte ich mich richtig leer und ab da -das war vor ca. knapp 6 Jahren- hatte ich nur noch einen Freund und der hiess Alkohol.

Anfangs habe ich immer noch verdrängt ihn verloren zu haben, aber irgendwann hat es mich wieder eingeholt und dann war es umso schlimmer. Anfangs war immer noch die Angst, es könnte jemanden auffallen dass ich viel zu viel trinken würde und immer öfter und immer mehr, aber keiner hat was bemerkt oder wollte nichts bemerken, ich weiss es nicht.

Die Angst war bald weg, sobald ich Kummer hatte und selbst wenn ich glücklich war, habe ich getrunken und mir kam nie der Gedanke ich könnte ein Problem damit haben. Es schmeckte mir einfach udn ausserdem die anderen machten es ja auch. Wieso sollte es falsch sein wenn soviele es machen würden???

Anfang März diesen Jahres lernte ich im Chat einen sehr lieben Menschen kennen. Wir haben uns auf Anhieb verstanden und dann oft tel. Wir tel meisst gegen abends und das war auch immer genau meine Zeit in der ich zu trinken begann. Ihm fiel recht schnell auf dass ich immer wenn wir tel. schon recht angeheitert war und sprach mich auch mal drauf an, worauf ich nur meinte, dass ich kein Problem habe, aber eben nur gerne mal ein Glas oder zwei trinken würde.

Um mir zu beweisen dass ich ein problem hatte, hat er mich zu sich eingeladen, am Abend und mir nur ein Glas Wasser hingestellt. Er meinte wenn ich kein problem habe dann würde mir das Wasser reichen.

Ich war überzeugt davon dass ich mal diesen Abend aussetzen kann, aber dann fing ich als ich schon länger bei ihm war an zu zittern und ab dem zeitpunkt wusste ich dass er recht hatte. Ich habe ihm also versprochen damit aufzuhören oder es zumindest zu versuchen.

Am nächsten Tag war der Gedanke aufhören zu wollen wieder weg und der alte Gedanke, dass ich garkein Problem habe wieder da.

Mein Kumpel merkte recht schnell, dass ich dass mit dem aufhören wollen nur so sagte und als er dann zu mir meinte wie enttäuscht er doch von mir sei, ab da ist irgendwie der Groschen gefallen.

Ich habe mich bei Google umgeschaut um zu sehen was da alles darüber steht und schliesslich auf die Seite von A-Connect gekommen worüber ich sehr froh bin, denn ich habe da eine Menge Leute kennengelernt mit denen ich mich austauschen kann und mit denen ich mich sehr gut verstehe.

Ich versuche jetzt wirklich davon wegzukommen, denn wie lautet so ein Sprichwort:
Lieber Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende.